Überblick über die Zahlungsmodelle (und warum dies wichtig ist)

Im Zahlungsökosystem übernehmen Unternehmen verschiedene Rollen. Unter diesen zu unterscheiden ist wichtig, und wir diese Unterschiede im Vergleich zu einem Internet-Händler beleuchten.

Da ClickBank als Internet-Händler klassifiziert ist, müssen wir gewisse Anforderungen erfüllen, um diesen Status beizubehalten.

 

GESCHÄFTSMODELLE

A.    Zahlungsabwicklungsdienst

Für das Weiterleiten von Transaktionen an die Bank eines Endkunden setzen Unternehmen wie First Data und Chase Paymentech direkte Softwareverbindungen zu den Netzwerken von VISA, MasterCard und American Express ein. Diese Unternehmen bieten Echtzeit-Autorisierungen für Kauftransaktionen und erwarten, bis zum Ende jedes Tages die Abrechnungs-Batchdateien zu erhalten.

Bevor ein Unternehmen für die Verbindung mit der Plattform eines Zahlungsabwicklungsdienstes zugelassen wird, muss es sich einer Reihe von Compliance- und Zertifizierungsprozessen unterziehen.  Normalerweise haben aufgrund von Anforderungen bezüglich PCI-Compliance-Standards, Volumen und erforderlichen Technologien nur größere Händler eine direkte Plattformverbindung zu Zahlungsabwicklungsdiensten.

Wenn ein Unternehmen ein Händlerkonto erhält, bestimmt die Händlerbank (auch Acquirer genannt; die Bank, die diesem Unternehmen das Händlerkonto bereitstellt), welcher Zahlungsabwicklungsdienst für die Verwaltung der Geldbeträge und deren Rückverrechnung in das Händlerkonto verantwortlich ist.

 

B. Zahlungsportal

Unternehmen wie Authorize.net oder Braintree bieten Unternehmen eine Verbindung zu einem oder mehreren Zahlungsabwicklungsdiensten an. Die Portalanbieter erleichtern es einem Händler, Kreditkartenzahlungen für Transaktionen entgegenzunehmen, da sie für den Händler viele der für die Integration mit der Plattform eines  Zahlungsabwicklungsdienstes erforderlichen Auflagen erfüllen.

Diese Dienstanbieter können Händlerdienstleistungen gegen eine zusätzliche Gebühr weiterverkaufen, obwohl sie den Gelbetrag von der betroffenden Transaktion nicht berühren und auch nicht mit dem Händler abrechnen. Ein Unternehmen ist weiterhin dazu verpflichtet, ein Händlerkonto bei einer Händlerbank zu unterhalten, die mit einem Zahlungsabwicklungsdienst zusammenarbeitet. Wenn der Händler mit einem Zahlungsportal verbindet, ist er für die Auswahl der jeweiligen Stufen von PCI-Compliance, Bestellformularen und anderen technischen Einbindungen verantwortlich.

In Zusammenarbeit mit sowohl Zahlungsabwicklungsdiensten und Zahlungsportalen wird das Geld aus einem Verbraucherkauf direkt in das Bankkonto des Händlers überwiesen.

 

C. Zahlungsvermittler

Unternehmen können Transaktionen auch sammeln und an sogenannte Zwischenhändler weiterleiten.

Dies geschieht beispielsweise, wenn PayPal oder Stripe ihr Händlerkonto und ihre Verbindungen zu einem Zahlungsabwicklungsdienst oder Zahlungsportal dazu nutzen, um Käufe von Verbrauchern ohne eigenes Händlerkonto abzuwickeln. Zahlungsvermittler bieten sich an für kleinere Unternehmen, die wegen der damit verbundenen Kosten, auferlegten Verarbeitungsbegrenzungen, Gewährleistungen und anderen Hürden kein Händlerkonto einrichten wollen.

Aufgrund des mit der Bereitstellung der Kreditkartenabwicklung inhärent verbundenen Risikos für Unternehmen ohne eigenes Händlerkonto operieren Zahlungsvermittler unter den von den wichtigsten Kreditkartenmarken auferlegten strengen Anforderungen. Diese umfassen Beschränkungen der angebotenen Dienstleistungen auf Regionen, in denen sie eine lokale Präsenz haben, begrenzte Verkaufsmengen für jeden Zwischenhändler, bevor dieser einen direkten Vertrag mit seinem Upstream-Dienstanbieter abschließen muss, Anforderungen dazu, wie das Geld an den Zwischenhändler gelangt, anderweitige Prüfungen früherer Händlerkonten usw.

Im Wesentlichen ist ein Zahlungsvermittler eine hervorragende anfängliche Option für kleinere Volumen und begrenzte Regionen. Die damit verbundenen Beschränkungen können aber auch das Wachstum eines Unternehmens begrenzen, das sein eigenes Händlerkonto benötigt.

D. Händlerkonto MIT Zahlungsabwicklungsdienst oder Zahlungsportal

Wenn sich ein Unternehmen für ein eigenes Händlerkonto entscheidet und die Dienstleistungen eines Zahlungsportals oder Zahlungsabwicklungsdienstes direkt in Anspruch nehmen möchte, ist Folgendes zu erwarten:

  1. Das Unternehmen muss mit einer Händlerbank zusammenarbeiten, die bereit ist, im Austausch gegen Bereitstellung von Reservemitteln in gewisser Höhe das Limit von Kreditkartentransaktionen zu erhöhen. Beispielsweise ist bei neuen Händlerkonten ein Verarbeitungslimit von 25.000 Dollar pro Monat gang und gäbe.
  2. Das Unternehmen muss die Risikoprüfung des Risiko- und Compliance-Teams der Händlerbank bestehen. Die daraus resultierende Risikobewertung wirkt sich in Abhängigkeit der Volumen und Produkte auf die Höhe der Transaktionsgebühren und Reservemittel aus.
  • Selbst nach Genehmigung eines Verarbeitungslimits können starke Schwankungen im Verkaufsvolumen (wie es bei einer Performance-Marketingkampagne typisch ist) die Händlerbank sehr nervös machen. Dies kann dazu führen, dass die Verarbeitung vorübergehend eingestellt wird, die verlangten Reservemittel drastisch erhöht werden oder gar das Konto geschlossen wird.  Dies wiederum bringt eine Kampagne zum abrupten Stillstand – ohne verfügbare Mittel für die Auszahlung der Affiliates. Die Händlerbank geht von gleichbleibenden Umsätzen bei gleichbleibendem Wachstum aus, nicht von geringen Umsatzvolumen mit plötzlichen, von Produkteinführungen verursachten hohen Spitzen.

 3. Informationsprodukte, Transaktionen ohne Vorlage von Kreditkarten und grenzüberschreitende Verkäufe gelten als hohes Risiko. Transaktionsgebühren und Reservermittel werden zum Ausgleich dieses Risikos erhöht.

4. Das Unternehmen wird von den größeren Kreditkartenmarken direkt hinsichtlich der Compliance mit ihren Richtlinien für Ausgleichsbuchungen und Risikoprogramme geprüft. Strafgelder für diese Risikoprogramme (z. B. hohe Ausgleichsbuchungsraten oder Nicht-Compliance mit den Anforderungen bezüglich ihrer Markenidentität) können erheblich sein.

5. Ein Betrugsüberwachungssystem muss eingerichtet sein, um zu gewährleisten, dass Käufer gültige Zahlungsmethoden verwenden und keine gestohlenen Identitäten verwenden (nähere Einzelheiten hierzu finden Sie in den im Abschnitt „Kennen Sie Ihre Kunden“ beschriebenen Bestimmungen).

6. Das Unternehmen ist dafür verantwortlich, die Anforderungen der von der Zahlungskartenindustrie aufgestellten Datensicherheitsstandards (PCI DSS) zu kennen und fix spacing for two lines above einzuhalten. Dies schließt mindestens jedes Quartal stattfindende Sicherheitsprüfungen und -bewertungen ein. Die Kosten wachsen entsprechend der Zunahme des Umsatzvolumens.

7. Das Unternehmen ist verantwortlich für die Erhebung und Abführung der Umsatzsteuer für Land, Bundesland/Kanton und Kommune sowie für eventuell anfallende Mehrwertsteuern.

D. Selbst auf Unternehmen, die diese Hürden vermeiden und stattdessen einen Zahlungsvermittler beauftragen, kommen eine ganze Reihe von Verpflichtungen zu, deren sie sich bewusst sein müssen:

  1. Die Möglichkeit, Verbraucherkäufe über das Händlerkonto des Zahlungsvermittlers abzurechnen, abhängig von dessen Risiko- und Compliance-Prüfung. Dies kann beispielsweise zu Untersuchungen führen, die durch Umsatzspitzen oder eine Häufung von Betrugsversuchen durch betrügerische Affiliates ausgelöst werden. Und dies kann wiederum vorübergehend stillgelegte oder geschlossene Konten zur Folge haben.
  2. Das Produktangebot eines Vermittlers ist je nach Gebiet verschieden. Kartenmarken verlangen von Unternehmen, dass sie Zwischenhändlern, die im selben Gebiet präsent sind, Verarbeitungsmöglichkeiten bereitstellen.
  3. Die internationale Verarbeitung in unterschiedlichen Währungen ist unter Umständen ja nach Zahlungsabwicklungsdienst begrenzt.
  4. Das Unternehmen bleibt voll verantwortlich für den Einzug von Umsatz- oder Mehrwertsteuern: Es muss sich in allen jeweils zuständigen Steuergebieten registrieren und die Steuern regelmäßig zahlen. 

Jedes dieser Modelle hat seine Vor- und Nachteile.

 

CLICKBANK ALS INTERNET-HÄNDLER

ClickBank fällt unter keine der oben aufgeführten Kategorien. Bei ClickBank handelt es sich um einen Internet-Händler, und wir haben uns bewusst für diesen Weg entschieden. Er erlaubt uns, unseren Klienten die Vorteile zu bieten, zu denen Abwickler, Portale und Zahlungsvermittler nicht in der Lage sind. Dies sind unsere Vorteile:

  1. Wir kümmern uns um die Steuererhebung und -zahlung. Gegenwärtig berechnen wir Steuerraten für fast 10.000 Steuergebiete in den USA und mehr als 30 Länder, in denen Mehrwertsteuern anfallen.  Klienten, die entweder ein Portal, einen Abwickler oder einen Vermittler benutzen möchten, sind direkt dafür verantwortlich, sich in jedem dieser Steuergebiete und Länder zu registrieren, um Verkaufs- und Mehrwertsteuern für die online verkauften Produkte zu entrichten.
  2. Als Händler genehmigen wir Ihre Produkte und erklären uns damit einverstanden, sie zu verkaufen, aber wir übernehmen nicht Ihr Geschäft. Wenn Sie wünschen, ein Händlerkonto zu benutzen, tragen Sie die volle Verantwortung für sämtliche Risiken.
  3. Da das Marketing überwiegend in den Händen der Vendoren liegt, überprüfen wir Inhalte und erheben Einspruch, wenn wir potenzielle Probleme bei der Einhaltung der Bestimmungen der Federal Trade Commission (FTC) feststellen. Diesen Dienst erhalten Sie anderswo nicht.
  4. Wir bieten direkten Kundendienst für alle kaufbezogenen eingehenden Anrufe Ihrer Kunden. Ein Abwickler, Portal oder Vermittler bietet derartige Leistungen normalerweise nicht an.
  5. Wir kümmern uns um alle Anforderungen der Payment Card Industry (PCI), einschließlich der Zertifizierung und jährlichen Neuzertifizierung. ClickBank ist ein Unternehmen der PCI-Stufe 1, der höchstmöglichen Stufe.
  6. Wir verwalten und handhaben die Verarbeitung von Ausgleichszahlungen. Dies umfasst die Verfahren für Nachforschungen und Streitlösungen, die Verkäufe retten, sodass sich weder Vendoren noch Affiliates jemals darüber Sorgen machen müssen.
  7. Kartenmarken- und Händlerrichtlinien gelten für unser Geschäft, nicht für Ihres. Dies befreit Sie von den lästigen administrativen Aufgaben.
  8. Wir zahlen Affiliates direkt ihre Provisionen, da wir den Cashflow kontrollieren. Affliates wissen, dass sie sich auf die Provisionszahlungen durch ClickBank verlassen können, was bei unbekannten Vendoren nicht unbedingt der Fall sein kann.
  9. ClickBank sorgt für Erfüllung aller Anforderungen des Office of Foreign Asset Control des US-Finanzministeriums sowie Einhaltung der Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche und Verifizierung der Kundenidentität (Anti Money Laundering – AML/Know Your Customer – KYC).
  10. Unsere Prüfungssysteme und Betrugskontrollen schützen alle – einschließlich der Verbraucher – vor den schwarzen Schafen der Branche.
  11. Unser Unternehmen begrenzt Konten oder bricht die Verarbeitung nicht mitten während einer Produkteinführung ab, da wir an diese Art dynamischer Verkaufsspitzen gewöhnt sind.

 

Dieses Geschäftsmodell ermöglicht unseren Vendoren, sich ganz auf die Identifikation des nächsten Produkts, die Entwicklung von Verkaufsseiten mit hohen Konvertierungsraten und den Aufbau wichtiger Partnerschaften zu konzentrieren. Mit ClickBank brauchen Sie sich keine Sorgen über betrügerische Angriffe, Kreditgrenzen oder, ob genug Geld für die Bezahlung der Vendoren und Affiliates vorhanden ist zu machen.

 

Die Art und Weise, auf die wir unser Geschäft strukturiert haben, bietet viele Vorteile, und wir erweitern beständig unsere Fähigkeiten. Dies sind einige andere Vorteile, die wir Unternehmern bieten:

  1. Wir kümmen uns um alle Herausforderungen, denen sich die Affiliates gegenüber sehen, wie Betrugskontrollen und die von den US-Steuerbehörden verlangten 1099-Formulare.
  2. Wir zahlen pünktlich – immer. Unsere Klienten wissen, dass ClickBank zuverlässig für Verkäufe zahlt.
  3. Wir haben Kontrollen eingerichtet, die andere Netzwerke mit „Sorfortprovisionen“ ihren Vendoren nicht bieten. Sie brauchen sich keine Sorgen darüber zu machen, dass ein betrügerischer Affiliate mit einem Stapel gestohlener Kreditkarten Ihr Unternehmen über Nacht vernichtet.
  4. Wir verfügen über ein massives, aktives Affiliate-Netzwerk. Mehr als 100.000 verschiedene Personen generieren jeden Monat einen Verkauf.
  5. Unsere Produktvendoren können die besten Provisionen der Branche anbieten.
  6. Unsere Plattform ist felsenfest und stabil. Sie brauchen sich nicht mit einer Plattform herumschlagen, die mitten in einer riesigen Produkteinführung zusammenbricht und nicht nur Ihre Werbekampagnen, sondern auch das Vertrauen der Verbraucher ruiniert.
  7. Sie können ganz unbesorgt eine sechsstellige Kampagne an einem einzigen Tag starten. ClickBank ist gerade für diese Art von Bargeldlawine gedacht und handhabt derartige Ereignisse oft.
  8. Der von ClickBank bereitgestellte direkte Kundensupport befreit Sie von der Belastung, ein Kundensupportsystem zu verwalten oder ein Kundendienst-Callcenter zu betreiben.
  9. Flexible Partnerschaften durch unser Joint-Venture-System machen flexible, gestufte Provisionen möglich, während unseren Affiliates exklusiv bereitgestellte Whitelisten Sie in die Lage versetzen, Ihre wertvollen Partner zu belohnen.
  10. Wir bringen neue Vendoren automatisch mit Affiliates zusammen, die in ähnlichen Produkträumen und -nischen gute Leistungen zeigen.

Und hier sind nur einige der wichtigsten Funktionen, die wir in den letzten anderthalb Jahren in unseren Marktplatz integriert haben:

  1. Abonnementverwaltung; Upgrades, Downgrades, Unterbrechungen und Reaktivierungen über API: Bestell-API Version 1.3
  2. Fähigkeit, das Bestellformular mithilfe von CSS und Bildern thematisch zu gestalten: Erweiterte personalisierte Bestellformulare
  3. Automatische Empfehlungen für Affiliate-Partnerschaften mit Affiliate Finder: Affiliate Finder
  4. Kostenlose Probezeiten für wiederkehrende Produkte und Unterstützung für 0 $ + Versandkosten für lieferbare Produkte
  5. Echtzeit-Klientenanalysen; aktuelle Einsichten in Internetverkehr und Verkaufsdaten
  6. Neue Hooks für intergrierte Umsatzberichte für Facebook-Tracking und generisches Tracking/Retargeting: Integrierte Umsatzberichte
  7. Erweiterte Provisionsstrukturen von 0–100 %; Flexibilität für unterschiedliche Raten für Front- und Backend-Produkte
  8. Unterstützung für Kaufstransaktionen mit mehreren Posten (z. B. Warenkörbe): ClickBank-Transaktionen mit mehreren Posten
  9. Unterstützung für den Verkauf einer höheren Stückzahl auf dem Bestellformular: Bearbeitbare Stückzahl auf dem Bestellformular
  10. Fähigkeit, eine breite Palette lieferbarer Produkte über die ClickBank-Plattform zu verkaufen, wie beispielsweise Abonnementprodukte
  11. Unterstützung für flexible Rückerstattung mit Konfigurationen auf Produktebene für Rückerstattungszeiträume von 0 bis 365 Tagen
  12. Lebenslange Provisionen für alle zukünftigen Käufe eines Kunden

Unser Status als Internet-Händler ist einer der Gründe, warum wir in der Lage sind, unseren Affiliates und Vendoren alle diese geschäfts- und umsatzsteigernden Funktionen anzubieten. Deswegen ist es so wichtig, dass wir sämtliche Anforderungen und Vorschriften einhalten, damit wir diese Klassifizierung auch auf lange Sicht behalten.

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